Kaffee gegen Kopfschmerzen

Das er als DER Muntermacher zum Morgen gilt und letztes Mittel gegen drohenden Schlaf ist bekannt. Warum Kaffee gegen Kopfschmerzen hilft, aber sie auch auslösen kann, wissen oft nur die Liebhaber des schwarzen Getränks.

Auf einen Blick
Die Menge macht´s: Kopfschmerzen durch Kaffee
Kann Kaffee gegen Kopfschmerzen helfen?
Starker Kaffee mit Zitrone?


Die Menge macht´s: Kopfschmerzen durch Kaffee

Honoré de Balzac ist sicherlich der bekannteste Schriftsteller in Sachen Kaffeegenuss. Er trank ihn pechschwarz literweise jeden Tag und schwor auf Kaffee als Quelle seiner Inspiration und Ideen. Das mag seinen Werken gut getan haben, sein Körper rächte sich. Herzkrank starb er bereits mit 51 Jahren an seinem drogenartigen Kaffeemissbrauch. Die Lehre daraus: Die Menge macht´s.

Verantwortlich für die Wirkung von Kaffee ist das Alkaloid Koffein. Es wirkt auf das Nervensystem. Zu viel des Guten, bewirkt jedoch das Gegenteil. Die Wirkung des Koffeins hängt von der Dosis ab, den zeitlichen Abständen in denen Kaffee getrunken wird und der persönlichen Disposition:

  • Kaffee gilt als Trigger für Migräne
  • Allergiker sollten nicht mehr als ein, bis zwei Tassen Kaffee täglich trinken. Das Koffein kann als allergische Reaktion Kopfschmerzattacken auslösen.
  • Plötzlicher Verzicht auf Kaffee kann bei regelmäßigem Genuss ebenfalls Kopfschmerzen als Entzugserscheinung hervorrufen.


Kann Kaffee gegen Kopfschmerzen helfen?

Koffein wirkt dort, wo die Nervenzellen zusammentreffen und auf die Botenstoffe reagieren - im synaptischen Spalt. Es dockt an die Rezeptoren an, die den Botenstoff Adenosin aufnehmen. Dieser verhindert normalerweise eine Überlastung des Gehirns.

Schwarzer Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerzen
Sind diese Rezeptoren blockiert, werden Stoffe wie Dopamin, Adrenalin und das Stresshormon Noradrenalin freigesetzt. Adenosin sorgt für eine höhere Schmerzempfindlichkeit. Sind die Rezeptoren für diesen Botenstoff blockiert, tritt ein gegenteiliger Effekt ein. Schmerzen werden gelindert.

Gleichzeitig regt das Koffein den Kreislauf an, lässt das Herz schneller schlagen und verringert die zerebrale Fließgeschwindigkeit des Blutes. Durch Migräne erweiterte Blutgefäße im Gehirn werden durch Koffein verengt und der Blutdruck dadurch erhöht.

Geschmacklich eine Frage der Gewöhnung: starker Kaffee mit Zitrone

Schwarzer starker Kaffee, ungesüßt, ohne Milch, dafür mit dem Saft einer halben Zitrone. Für Genießer ist das geschmacklich ungenießbar. Bei Kopfschmerzen kann diese Mischung allerdings erlösend sein. Ob nun gleich eine halbe Zitrone ausgepresst werden muss, oder schon ein Spritzer reicht, bleibt sicherlich dem persönlichen Versuch und der Größe der Tasse überlassen.

Tatsächlich ist Kaffee mit Zitrone ein altbekanntes Hausmittel. Der Grund: Neben der Wirkung des Koffeins, fördert das Vitamin C im Zitronensaft die Bildung des schmerzlindernden Botenstoffes Noradrenalin.

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