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Der Koffeingehalt von Kaffee vs. Größe der Tasse

Der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee am Morgen begründet die schon fast hymnischen Eigenschaften, die schwarzen Getränk zugeschrieben werden. Ob als simpler Wachmacher oder Kultgetränk aus der Hand eines Baristas, für Kenner ist Kaffee mehr als nur ein Getränk. Tatsächlich ist er gerade wegen seiner belebenden Wirkung außerordentlich beliebt, auch wenn er hinsichtlich der Stimulanz mittlerweile im Wettbewerb mit Tee, Cola, Mate oder den bekannten Energy-Drinks steht. Diese Getränke haben ebenfalls einen zum Teil sogar recht hohen Gehalt an Koffein.

Doch was ist überhaupt Koffein? Wie wirkt es? Wie viel davon ist gesund oder ungesund? Hängt der Gehalt an Koffein von der Art der Zubereitung ab? Haben die Sorten eine Bedeutung? Was wirkt mehr: Schwarzer Kaffee, Kaffee mit Milch, türkischer Kaffee oder French Press?

Auf einen Blick
Koffein, Teein und Caffein
Welchen Koffeingehalt hat Kaffee?
Über welche Dauer hält die Wirkung von Koffein im Kaffee an?
Ist zu viel Koffein bzw. Kaffee ungesund?
Was ist koffeinfreier Kaffee?
Wie hoch ist der Koffeingehalt von Instant Kaffee?
Espresso – wenig Kaffee und wenig Koffein?

Wer ihn gern mehrmals am Tag trinkt und auf seine Gesundheit achtet, der sucht trotz der Beliebtheitswerte nicht nur Tipps, sondern Antworten auf einige kritische Fragen. Hartnäckig hält sich dabei die Aussage, je größer die Tasse, desto mehr Koffein enthält sie. Das stimmt allerdings nicht.

Worin liegt der Unterschied zwischen Koffein, Teein und Caffein?

Göthe war´s! Na ja, nicht ganz. Aber er gilt als Anstifter für die Entdeckung des Koffeins. Gefunden hat es der Apotheker und Chemiker Runge, dank eines Gespräches mit dem Dichter und Naturforscher. Immerhin wusste man schon damals, die aufputschende Wirkung einer Tasse Kaffee zu genießen. Nur die dafür verantwortliche Substanz war noch nicht bekannt.

Koffein ist das einzige im Kaffee vorhandene Alkaloid. Es entsteht während der Fotosynthese der Kaffeepflanze und kommt in den wichtigsten Sorten mit einem unterschiedlichen Anteil in Arabica (0,7-1,9 %) und Robusta (1,0-3,5%) vor. Hochdosiert ist es giftig. Geringe Mengen stimulieren das zentrale Nervensystem. Im Kaffee ist es an einen Chlorogen-Säure-Komplex gebunden. Nach dem Trinken von Kaffee wird das Koffein bei Kontakt mit der Magensäure freigesetzt.

Teein hat die gleiche chemische Zusammensetzung wie Koffein und ist lediglich ein umgangssprachlicher Terminus für das Vorkommen im Tee. Allerdings ist es dort an Polyphenole der Gerbsäure gebunden d.h., es wird erst im Darm freigesetzt. Aus diesem Grund wirkt das Koffein des Kaffees schneller, als das im Tee. Letzteres hält dafür länger an.

Caffein klingt zwar von den drei Begriffen am meisten nach Kaffee, hat aber am wenigsten damit zu tun. Nämlich gar nichts. Es wird nur oft begrifflich durcheinandergebracht, denn darunter ist ein freies Software Programm zu verstehen, dass korrekterweise eigentlich „Caffeine“ heißt. 

Welchen Koffeingehalt hat eine Tasse Kaffee?

Die Antwort auf diese Frage hängt von einigen Faktoren ab. Zunächst vom Fassungsvermögen:

  • in eine Tasse passen in der Regel um die 200 ml
  • in Kaffeebecher oder einen so genannten Pott passen ca. 350 ml
  • Espresso Tassen liegen bei ungefähr 80 ml.

 

Schwarzer Kaffee - wieviel Koffein ist enthalten?

Natürlich wird nicht das volle Fassungsvermögen ausgeschöpft. Insofern müssen ca. 20% abgezogen werden. Darüber hinaus sind weiterhin entscheidend:

  • die Kaffeesorte
  • der Temperaturbereich während der Röstung
  • der Mahlgrad
  • die Kontaktzeit mit dem Wasser während der Zubereitung
  • die Temperatur des Brühwassers

 

Eine exakte Bestimmung des Koffeingehaltes ist also eine etwas komplexe Angelegenheit. Ohne die Berücksichtigung dieser Details haben Werte zum Koffeingehalt nur annähernden Charakter und sind keineswegs verbindlich. Eine grobe Orientierung bieten die Werte des Deutschen Kaffeeverbandes:

  • 150 ml Kaffee = 50 - 100 mg
  • 150 ml entkoffeinierter Kaffee = 3 mg
  • 50 ml Espresso = 50 - 150 mg
  • 150 ml Instant Kaffee = 15 - 90 mg

 

Eine größere Tasse Kaffee grob gemahlener Arabica-Bohnen aus der Kaffeemaschine, enthält weniger Koffein, als eine kleinere Tasse Filterkaffe aus Robusta Bohnen, die fein gemahlen und per Handfilter oder French Press aufgebrüht wurde.

Wie lange hält die Wirkung von Koffein im Kaffee an?

Pauschal kann weder gesagt werden, wann die Wirkung einsetzt, noch wie dauerhaft sie anhält. Dafür gibt es zu viele Einflussfaktoren. Abgesehen vom Koffeingehalt des Kaffees spielt vor allem die persönliche Konditionierung eine Rolle. Starke Kaffeetrinker spüren kaum noch etwas, weil der Körper wie beschrieben, bereits eine Toleranz entwickelt hat. In den Blutkreislauf gelangt das Koffein frühestens nach 15 min. Wer ohne seinen Filterkaffee am Morgen nicht richtig wach wird, schwört auf die unmittelbare Wirkung. Das ist jedoch eher gefühlt richtig.
Nach ca. 4 Stunden halbiert sich die Koffeinmenge im Blut und deren Wirkung sinkt deutlich ab. Aber auch dies ist wieder von verschiedenen Faktoren der Sorte, des Röstgrades oder der Zubereitung abhängig.

Ist zu viel Koffein bzw. Kaffee ungesund?

Unter Kaffeetrinkern ist es sicherlich eine der am häufigsten gestellten Fragen: Wie viel Kaffee am Tag sind gesund? Oder anders gefragt: Ab welcher Menge wird der Koffeingehalt ungesund?

Die anregende Wirkung von Koffein auf das Zentralnervensystem, die Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung, mentales Befinden, aber auch auf den Kreislauf und die Herzfrequenz ist unstrittig. Ebenso medikamentöse Eigenschaften wie z.B. bei Migräne oder der Potenzierung der Wirkung von Schmerzmitteln. Dennoch - bei Alkaloiden wie dem Koffein kommt es immer auf die Dosis an.

Honoré de Balzac trank beim Schreiben täglich kannenweise Kaffee, wurde süchtig und letztlich schwer krank. Sicherlich nicht nur allein durch den exzessiven Kaffeegenuss, doch in einem beträchtlichem Maße dadurch ausgelöst.
Mit der Einnahme von hohen Dosen Koffeins über einen längeren Zeitraum, beginnt ein Teufelskreis. Die Nervenzellen verändern sich, arbeiten langsamer, der Körper entwickelt eine Koffeintoleranz und die positive anregende Wirkung kehrt sich um. Prompt erhöht sich der Kaffeekonsum und die Gesundheit leidet deutlich. Wird er abrupt eingestellt, treten klassische Entzugserscheinungen wie depressive Stimmungen, Kopfschmerzen, Unruhe, Reizbarkeit oder Müdigkeit auf.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gelten 400 mg Koffein pro Tag für einen gesunden Erwachsenen als unproblematisch, bei einem Grenzwert von 200 mg als Einzeldosis. Dies entspricht ca. 5 Tassen Kaffee bei einem Durchschnittswert von 75 mg / 150 ml.
Für Schwangere und Stillende werden maximal 200 mg an Koffein je Tag empfohlen
.

Menschen mit empfindlichen Magen reagieren bereits auf eine kleine Menge Koffein. Sie sollten zu koffeinfreiem Kaffee greifen.

Was ist koffeinfreier Kaffee?

Nein, auch wenn es so klingt. Ganz befreit ist entkoffeinierter Kaffee nicht vom Koffein. Nicht umsonst geben EU-Richtlinien eine Obergrenze von 0,1% vor. Mehr darf nicht drin sein, wenn der Kaffee unter koffeinfrei firmiert.

Getränke die Koffein enthalten

Technisch gesehen hängt dies vom Verfahren ab, mit dem es extrahiert wird. Entkoffeiniert wird der grüne Rohkaffee. Es gibt dafür verschiedene Methoden, die meist Lösungsmittel verwenden:

Ethylacetat
Mit dieser Verbindung (Ester) von Essigsäure und Ethanol können fast 100% des Koffeins gezielt herausgelöst werden. Der Verlust weiterer Inhaltsstoffe ist im Vergleich gering. Im Marketing taucht dafür der Name „natürlich entkoffeinierter Kaffee“ auf.

Triglycerid Verfahren
Hierbei wird der grüner Rohkaffee einem heißen Gemisch aus Wasser und Kaffee ausgesetzt. Die Bohnen „kochen“ in heißen Kaffeeölen mit einem hohen Triglyceridgehalt. Ihr Koffein gelangt dabei an die Oberfläche. Danach werden sie entfettet und getrocknet. Das Ergebnis enthält kaum noch Koffein.

Schweizer Wasser Prozess
Entkoffeinieren ohne Chemie, aber mit sehr hohem Aufwand und Verbrauch. Vereinfacht zusammengefasst: Die Kaffeebohnen werden so lange heißem Wasser ausgesetzt, bis sich alle festen Bestandteile samt Koffein herausgelöst haben. Anschließend läuft das Gemisch über ein Aktivkohlsystem. Übrig bleibt Wasser, dass mit Kaffeeinhaltsstoffen angereichert und frei von Koffein ist. Dem Wasser werden neue Bohnen zugegeben. Nun wird nur noch das Koffein entzogen, während alle geschmacksbestimmenden Bestandteile erhalten bleiben. Zum Schluss kommen sie in die Trocknung.

CO2-Methode
Die Bohnen werden im ersten Schritt mit Wasserdampf vorbehandelt. Im zweiten Schritt wird mit hohem Druck CO2 durch die Kaffeebohnen gepresst und das Koffein damit gelöst.

Sicherlich ist dieser Kaffee für empfindliche Mägen verträglicher. Leider verläuft die Extraktion von Koffein nicht ohne einen gewissen Verlust an Aromen und Geschmacksstoffen.

Wie hoch ist der Koffeingehalt von Instant Kaffee?

Deutlich niedriger als im normalen Filterkaffee. Wach wird man allerdings von der restlichen Menge Koffein nicht mehr. Das hängt mit dem Herstellungsverfahren zusammen. Instant Kaffee besteht meist aus Kaffeemischungen der beiden bedeutendsten Sorten und darf keine Zusatzstoffe enthalten.

Instant Kaffee enthält weniger Koffein

Der Rohkaffee wird dunkler geröstet, nur grob zerkleinert und die Kaffeebestandteile bei 200°C mit Wasser extrahiert. Dabei entsteht so genannter Kaffeeextrakt, der wiederum eingedampft und mittels Sprüh- oder Gefriertrocknung trocknet. Der gefrorene Extrakt wird gemahlen und in einem Vakuum erhitzt, bis das Wasser verdampft ist. Nach einem weiteren Trocknungsprozess, bleibt feines Kaffeepulver übrig – der Instant Kaffee, auch löslicher Kaffee genannt.

Espresso – wenig Kaffee und wenig Koffein?

Weit gefehlt! Zwar ist in Tässchen Espresso nicht viel drin, doch die Konzentration an Koffein ist im Vergleich anteilig höher als in der gleichen Menge an Filterkaffee. Warum?

Koffein im Espresso

Der sehr feine Mahlgrad, das 90° C heiße Wasser und der hohe Druck von 9-12 Bar mit dem es durch das Kaffeepulver gepresst wird, lösen mehr Koffein.

 

 

 

 

 

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