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Woher kommt Kaffee?

Frisch aufgebrüht durchzieht morgens sein herrlicher Geruch die Küche und steht sozusagen symbolisch für den Beginn des Tages. Doch woher kommt Kaffee eigentlich?

Kaffeegeschichte: Der Ursprung liegt in Afrika
Wer hat Kaffee erfunden?
Wo wird Kaffee angebaut?
Woher kommt der beste Kaffee?

Kaffeegeschichte: Der Ursprung liegt in Afrika

Die kleinen roten Kirschen des Kaffeestrauches bzw. Kaffeebaumes wachsen mittlerweile in vielen Teilen der Welt. Sein Ursprung liegt jedoch in Afrika, und zwar in Äthiopien. Dort wussten schon vor 14.000 Jahren die Mediziner von der Wirkung des Kaffees. Allerdings waren sie von der heutigen Praxis der Verarbeitung, Röstung und Zubereitung der Kaffeebohnen noch weit entfernt.

Erst im 9. Jahrhundert verorten die ersten schriftlichen Quellen den Kaffee und das Aufbrühen in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens. Verwendet wurden die Blätter und die getrockneten Kaffeekirschen.

Erst der weitere Weg des Kaffees ab dem 14. Jahrhundert über Mokka im Jemen und die aufkeimende Kaffeehauskultur im Osmanischen Reich, führten seit dem 15. Jahrhundert zur Zubereitung von geröstetem Kaffee wie wir es heute kennen.

Wer hat Kaffee erfunden?

Natürlich ist er keine Erfindung, sondern einfach nur das Ergebnis der Verarbeitung der Steinfrüchte von Kaffeepflanzen. Sie gehörten zu den Rötegewächsen (Rubiaceae). Die bekanntesten unter ihnen sind Coffea arabica und Coffee canephora (Robusta).

Kaffeeanbau in Brasilien

Als Ursorte gilt jedoch Typica. Auf sie gehen alle anderen Sorten,wie z.B. Bourbon, Maragogype, Geisha, SL-28 oder Caturra-Kaffee, durch genetische Veränderungen zurück.

Seine Entdeckung ist nicht ganz frei von Legenden. Demnach fraßen seinerzeit auf einer abessinischen Weide die Ziegen regelmäßig die roten Kaffeekirschen von den Sträuchern. Ihr einsetzender Frohsinn ließ einen Hirten stutzen. Er kostete auch von den Kirschen und fühlte sich regelrecht beglückt.

Danach teilt sich der weitere Weg des Hirten in den Legenden. In der Einen berichtete er den Mönchen in einem naheliegenden Kloster, in der Anderen erzählte er von der Wirkung seinem Stammesoberhaupt.

Die Entdeckung des Kaffees beruht also aller Wahrscheinlichkeit nach auf einem Zufall.

Wo wird Kaffee angebaut?

Kaffeepflanzen brauchen ein relativ ausgeglichenes Klima ohne extreme Schwankungen, gepaart mit moderatem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zwischen 10°-25°C. Allerdings benötigen sie mit einer Niederschlagsmenge zwischen 1.500 bis 2.000 mm im Jahr viel Wasser.

Aus diesem Grund liegen die meisten Anbaugebiete global in der Nähe der Wendekreise d.h., der parallel zum Äquator verlaufenden Breitenkreise.

Woher kommt Kaffee?

Führend im Kaffeeanbau: Brasilien

Woher der Kaffee kommt, hat heute nicht nur etwas mit der Geschichte, sondern vor allem mit der Produktionsmenge zu tun. In dieser Disziplin ist Brasilien schon seit sehr langer Zeit weltweit führend. Knapp ein Drittel der Weltproduktion wird in dem südamerikanischen Land angebaut.

1727 kam der Kaffee über Französisch-Guayana ins Land und nahm eine steile Entwicklung auf großen mit Sklaven bewirtschafteten Plantagen. 1920 kamen rund 80% des gesamten Kaffees aus Brasilien.

Gegenwärtig ist das Land der größte industrialisierte Kaffeeerzeuger in der Welt und bestimmt maßgeblich auch die Preisstrukturen. Für 2020/21 wird das Produktionsvolumen an Kaffee in Brasilien auf knapp 70 Millionen Sack Kaffee (je 60 Kilogramm) geschätzt. Die Weltproduktion liegt bei ca. 176 Millionen Kaffeesäcke.

Klein aber oho: Vietnam

Die wenigsten vermuten auf dem 2. Platz des Kaffeeanbaus das geografisch kleine Vietnam. In 2020/21 kommt es auf fast 31 Millionen Sack Kaffee. Davon entfallen 95% auf Robusta. Der Kaffee gelangte relativ spät 1857 mit den Franzosen ins Land.

Kaffeegeschichte: Anbau in Vietnam

Eine extreme Produktionssteigerung gelang erst zum Ende des 20. Jahrhunderts und führte prompt zu einem globalen Überangebot. Der Weltmarktpreis für Robusta ging in den Keller und zog die Preise für Arabica Bohnen mit sich.

Gleichzeitig stieg die Menge an minderwertigem Kaffee. Die fehlenden Höhenlagen in den vietnamesischen Anbaugebieten, lassen kaum die Produktion von Qualitätskaffee zu.

Kaffeeanbau in Kolumbien

Wahrscheinlich verdankt Kolumbien den Jesuiten im 1723, dass der Kaffee ins Land kam. Der Anbau hat sich seitdem eher langsam entwickelt. Da das Land klimatisch und geografisch ideale Bedingungen für den Anbau von Kaffee bietet, bringt es ein breites Spektrum hochwertiger Bohnen hervor. Geerntet wird sogar zwei Mal im Jahr in einer Haupt,- und einer Zweiternte.

Sehr gute Kaffees kommen z.B. aus Cauca, Huila, Tolima oder Calda.


Die gesamte Kaffeeproduktion umfasste in Kolumbien in 2020/21 ungefähr 14.000 Millionen Sack.

Woher kommt der beste Kaffee?

Auch wenn oft nach diesem Superlativ gefragt wird, es gibt ihn nicht. Was der beste Kaffee ist, entscheidet beim Verbraucher letztlich dessen Geschmack. Das muss nicht immer zwingend der Kaffee sein, den die Fachwelt als den Besten ansieht.

Umgangssprachlich gehen höchstens seltene und daher sehr teure Kaffees, wie der Black Iyory, der Kopi Luwak oder Maragogype Kaffee in diese Richtung.

Frisch aufgebrüht durchzieht morgens sein herrlicher Geruch die Küche und steht sozusagen symbolisch für den Beginn des Tages. Doch woher kommt Kaffee eigentlich? Kaffeegeschichte: Der Ursprung... mehr... »
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Woher kommt Kaffee?

Frisch aufgebrüht durchzieht morgens sein herrlicher Geruch die Küche und steht sozusagen symbolisch für den Beginn des Tages. Doch woher kommt Kaffee eigentlich?

Kaffeegeschichte: Der Ursprung liegt in Afrika
Wer hat Kaffee erfunden?
Wo wird Kaffee angebaut?
Woher kommt der beste Kaffee?

Kaffeegeschichte: Der Ursprung liegt in Afrika

Die kleinen roten Kirschen des Kaffeestrauches bzw. Kaffeebaumes wachsen mittlerweile in vielen Teilen der Welt. Sein Ursprung liegt jedoch in Afrika, und zwar in Äthiopien. Dort wussten schon vor 14.000 Jahren die Mediziner von der Wirkung des Kaffees. Allerdings waren sie von der heutigen Praxis der Verarbeitung, Röstung und Zubereitung der Kaffeebohnen noch weit entfernt.

Erst im 9. Jahrhundert verorten die ersten schriftlichen Quellen den Kaffee und das Aufbrühen in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens. Verwendet wurden die Blätter und die getrockneten Kaffeekirschen.

Erst der weitere Weg des Kaffees ab dem 14. Jahrhundert über Mokka im Jemen und die aufkeimende Kaffeehauskultur im Osmanischen Reich, führten seit dem 15. Jahrhundert zur Zubereitung von geröstetem Kaffee wie wir es heute kennen.

Wer hat Kaffee erfunden?

Natürlich ist er keine Erfindung, sondern einfach nur das Ergebnis der Verarbeitung der Steinfrüchte von Kaffeepflanzen. Sie gehörten zu den Rötegewächsen (Rubiaceae). Die bekanntesten unter ihnen sind Coffea arabica und Coffee canephora (Robusta).

Kaffeeanbau in Brasilien

Als Ursorte gilt jedoch Typica. Auf sie gehen alle anderen Sorten,wie z.B. Bourbon, Maragogype, Geisha, SL-28 oder Caturra-Kaffee, durch genetische Veränderungen zurück.

Seine Entdeckung ist nicht ganz frei von Legenden. Demnach fraßen seinerzeit auf einer abessinischen Weide die Ziegen regelmäßig die roten Kaffeekirschen von den Sträuchern. Ihr einsetzender Frohsinn ließ einen Hirten stutzen. Er kostete auch von den Kirschen und fühlte sich regelrecht beglückt.

Danach teilt sich der weitere Weg des Hirten in den Legenden. In der Einen berichtete er den Mönchen in einem naheliegenden Kloster, in der Anderen erzählte er von der Wirkung seinem Stammesoberhaupt.

Die Entdeckung des Kaffees beruht also aller Wahrscheinlichkeit nach auf einem Zufall.

Wo wird Kaffee angebaut?

Kaffeepflanzen brauchen ein relativ ausgeglichenes Klima ohne extreme Schwankungen, gepaart mit moderatem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zwischen 10°-25°C. Allerdings benötigen sie mit einer Niederschlagsmenge zwischen 1.500 bis 2.000 mm im Jahr viel Wasser.

Aus diesem Grund liegen die meisten Anbaugebiete global in der Nähe der Wendekreise d.h., der parallel zum Äquator verlaufenden Breitenkreise.

Woher kommt Kaffee?

Führend im Kaffeeanbau: Brasilien

Woher der Kaffee kommt, hat heute nicht nur etwas mit der Geschichte, sondern vor allem mit der Produktionsmenge zu tun. In dieser Disziplin ist Brasilien schon seit sehr langer Zeit weltweit führend. Knapp ein Drittel der Weltproduktion wird in dem südamerikanischen Land angebaut.

1727 kam der Kaffee über Französisch-Guayana ins Land und nahm eine steile Entwicklung auf großen mit Sklaven bewirtschafteten Plantagen. 1920 kamen rund 80% des gesamten Kaffees aus Brasilien.

Gegenwärtig ist das Land der größte industrialisierte Kaffeeerzeuger in der Welt und bestimmt maßgeblich auch die Preisstrukturen. Für 2020/21 wird das Produktionsvolumen an Kaffee in Brasilien auf knapp 70 Millionen Sack Kaffee (je 60 Kilogramm) geschätzt. Die Weltproduktion liegt bei ca. 176 Millionen Kaffeesäcke.

Klein aber oho: Vietnam

Die wenigsten vermuten auf dem 2. Platz des Kaffeeanbaus das geografisch kleine Vietnam. In 2020/21 kommt es auf fast 31 Millionen Sack Kaffee. Davon entfallen 95% auf Robusta. Der Kaffee gelangte relativ spät 1857 mit den Franzosen ins Land.

Kaffeegeschichte: Anbau in Vietnam

Eine extreme Produktionssteigerung gelang erst zum Ende des 20. Jahrhunderts und führte prompt zu einem globalen Überangebot. Der Weltmarktpreis für Robusta ging in den Keller und zog die Preise für Arabica Bohnen mit sich.

Gleichzeitig stieg die Menge an minderwertigem Kaffee. Die fehlenden Höhenlagen in den vietnamesischen Anbaugebieten, lassen kaum die Produktion von Qualitätskaffee zu.

Kaffeeanbau in Kolumbien

Wahrscheinlich verdankt Kolumbien den Jesuiten im 1723, dass der Kaffee ins Land kam. Der Anbau hat sich seitdem eher langsam entwickelt. Da das Land klimatisch und geografisch ideale Bedingungen für den Anbau von Kaffee bietet, bringt es ein breites Spektrum hochwertiger Bohnen hervor. Geerntet wird sogar zwei Mal im Jahr in einer Haupt,- und einer Zweiternte.

Sehr gute Kaffees kommen z.B. aus Cauca, Huila, Tolima oder Calda.


Die gesamte Kaffeeproduktion umfasste in Kolumbien in 2020/21 ungefähr 14.000 Millionen Sack.

Woher kommt der beste Kaffee?

Auch wenn oft nach diesem Superlativ gefragt wird, es gibt ihn nicht. Was der beste Kaffee ist, entscheidet beim Verbraucher letztlich dessen Geschmack. Das muss nicht immer zwingend der Kaffee sein, den die Fachwelt als den Besten ansieht.

Umgangssprachlich gehen höchstens seltene und daher sehr teure Kaffees, wie der Black Iyory, der Kopi Luwak oder Maragogype Kaffee in diese Richtung.