Espresso Corretto – der Kaffee mit Grappa

Wer Kaffee mit einem Schuss Alkohol mag, liegt beim Espresso Corretto oder Caffé Grappa genau richtig. Seine Zubereitung braucht nur zwei Zutaten, die jedoch in hoher Qualität: sehr gute Kaffeebohnen und einen feinen Grappa.

Auf einen Blick
Kaffee mit Schuss auf Italienisch
Zubereitung eines Espresso Corretto
Rezeptur für eine Tasse Caffè
Kaffee mit Alkohol
Grappa für den Caffè
Sambuca im Kaffee - die würzige Alternative
Carajillo – die spanische Variante des Espresso Corretto
Café Royal & Irish Coffee

Kaffee mit Schuss auf Italienisch

Sinngemäß übersetzt bedeutet „corretto“ verbessert oder veredelt. Er gehört zu den typisch italienischen Kaffeespezialitäten. Grundlage ist stets ein Espresso aus möglichst hochwertigen Bohnen. Zu einem Caffè Corretto wird er erst durch die Zugabe von Grappa.

Er kommt unmittelbar nach dem Brühen in die Espressotasse. Je nach Geschmack wird beides auch getrennt serviert. Italiener trinken oft zuerst den Espresso und spülen dann die Tasse mit dem Grappa aus. Er vermischt sich dabei mit den Resten der Crema und erhält dadurch eine ganz eigene Geschmacksnote..

Zubereitung eines Espresso Corretto

Sie ist denkbar einfach. Vorausgesetzt man nennt eine Siebträgermaschine sein eigen oder hilfsweise einen Perkolator bzw. Espressokocher für den Herd.

Caffè Corretto

Rezeptur für eine Tasse Caffè Corretto

  • Röstung: Espressoröstung
  • Mahlgrad: fein
  • Wasser: ca. 25 ml
  • Grappa: 0,2 cl
  • Zutaten: Nach Gusto weißer Zucker oder Rohrzucker


Italienische Kaffeespezialitäten sind zu jeder Tageszeit ausgesprochen beliebt. Die geschmackliche Kombination von Kaffee mit Alkohol hat jedoch einen großen Nachteil: sie macht Lust auf mehr. Viel mehr! Bedenkt man, dass die Italiener diesen Espresso mit Grappa meist nach dem Mittagessen genießen, ist er nichts für die Arbeitswoche.

Kaffee mit Alkohol

Die Kombination von Kaffee mit Alkohol hat in vielen Ländern Kaffeespezialitäten hervorgebracht. Natürlich kommen dabei landestypische Spirituosen zum Einsatz. Diese bestimmen meist auch den Namen des Kaffees.

Grappa für den Caffè

Der Tresterbrand ist wahrscheinlich der bekannteste italienische Schnaps. Allerdings würde sich jeder Italiener gegen eine derart profane Einordnung verwehren. Völlig zu Recht! Schließlich ist der Grappa ein Edelbrand. Er wird aus Trester, einem Nebenprodukt der Weinherstellung, destilliert bzw. gebrannt.

Trester besteht aus vergorenen Pressrückständen von Trauben. Deren Schalen und Kerne holt der Grappa-Hersteller frisch von den Winzern. Sie werden in großen Kesseln vergoren und anschließend in Brennblasen aus Kupfer destilliert. Je nach Art des Tresters gibt es den Grappa als Cuvée oder sortenrein aus einer Traubensorte.

Für einen wirklich guten Caffè Corretto muss natürlich der Grappa der Qualität der Kaffeebohnen entsprechen. Nur das Beste ist gut genug! Das schlägt sich entsprechend im Preis nieder.

Sambuca im Kaffee - die würzige Alternative

Was ist Sambuca? Der klare farblose Likör stammt ebenfalls aus Italien, dem Latium. Er ist ein Destillat aus grünem Anis und Sternanis. Prägnant im Geschmack und unverkennbar. Mit einem Alkoholgehalt von 38 Vol-% liegt er auf dem Niveau des Grappas.

Sambuca mit Kaffeebohnen

Wer in italienischen Cafés Sambuca trinken möchte, erhält ihn traditionell mit 1-3 Kaffeebohnen in  typischen Sambuca Gläsern. Die Bitterstoffe des Kaffees kontrastieren den süßen Anisgeschmack. Immerhin enthält ein Liter Sambuca 350 g Zucker.

Aus diesem Grund schmeckt´s noch besser, einen Espresso mit Sambuca zu trinken. Unbedingt probieren!

Carajillo – die spanische Variante des Espresso Corretto

Sein Ursprung liegt in der spanischen Kolonialzeit. Angeblich tranken sich die Soldaten des spanischen Königs mit dem Espresso Carajillo Mut vor dem Kampf an, in dem sie ihm Rum zufügten.

Kaffee mit Schuss

Der Brauch hat sich allerdings gewandelt. Heute ist dafür eher Brandy üblich. Getrunken wird er nicht aus Mutlosigkeit, sondern aus purem Genuss ohne, dass es eines nachfolgenden Kampfes bedarf. Beides ist natürlich kräftiger als die italienische Variante mit Grappa mit entsprechenden Folgen.

Eine weitere Abwandlung kann in guten Cafès als „quemadeo“ bestellt werden. Der Brandy wird mit einem Stück Zitronenschale und einigen Kaffeebohnen unter der Dampfdüse der Espressomaschine erhitzt, angezündet und in der Flamme ein Teelöffel Zucker karamellisiert. Danach löscht der aus der Maschine fließende Espresso den Brandy in der Tasse oder dem Glas.

In der heißen Jahreszeit kombinieren die Spanier den Carajillo mit Sambuca, einem farblosen Anis Likör und servieren ihn mit Eiswürfeln.

Café Royal & Irish Coffee

Beide Kaffees sind eigentlich nur bedingt mit dem Corretto vergleichbar. Ihre Basis ist kein Espresso, sondern ein Kaffee aus der French Press Kanne oder einem Handfilter. Beide enthalten jedoch Alkohol.

Der Café Royal hat seine Herkunft in Frankreich. Ein Esslöffel Cognac wird erwärmt, mit einem Stück Zucker flambiert und mit Kaffee aufgegossen.

irish Coffee
Irish Coffee stammt, wie der Name sagt, aus Irland. Zucker wird über einer Flamme karamellisiert, mit Whiskey übergossen und in gesüßten Kaffee gegeben. Auf den Kaffee kommt dann noch leicht geschlagene Sahne.

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